Köpfe

Tawfik Aridah

Teilnehmer DMF 2019

Schauspieler und Dokumentarfilmemacher aus SYRIEN

Tawfik absolvierte 2012 einen Bachelor in Architektur an der Damaskus Universität. Als der Krieg in Syrien ausbrach, gründete er 2011 eine Zivilbewegung namens „Schams“, mit welcher er zusammen mit einigen Freunden Demonstrationen organisierte, Orientierungsfilme produzierte und über den Krieg berichtete. Aus diesem Grund musste er nach Jordanien fliehen. Dort nimmt er unter anderem an einem Workshop beim NDI (National Democratic Institute) teil, worüber er einen Einblick in Politik, Wirtschaft, Konfliktlösung und Theater erhielt. In Jordanien hat er bei dem Dokumentarfilm „Searching for the Translator in Jordan“ als Schauspieler teilgenommen. Dabei ging es um eine Spieldokumentation, die syrische Revolution. In Deutschland angekommen, nahm der 33-Jährige in Bremen an dem Sommerkurs Film-und Fototechniik von D.O.P, Hanna Ward, teil. Beim Rotterdam Film Festival wurde er für sein Drehbuch von dem Film „Liebe, Asyl und andere Sachen“ eingeladen. Tawfik hat in Paris den Workshop „Savoir voir revoir“ veranstaltet von „art et âme“ besucht. Kernthemen waren: Kritik, Film making, Kinematografie, Beleuchtung, Ton, Drehbuchschreiben und Dokumentarfilm. Im Rahmen des Kreativworkshops, wo Kunstschaffende aus aller Welt aufeinandertreffen, um ihre künstlerischen Erfahrungen und kreativen Ideen auszutauschen, war er beim „Weekend of Art“ in Stuttgart. Sein erster Kurzfilm „Kohl“, wo er Regie, Drehbuch und Schauspiel geführt hat, wurde beim „Somerville International Film Festival“ in den USA , in „Syrien N'est Fait“ Festival in Paris und in „ Junoon Syrian Alternative Festival“ in Bremen gezeigt. Der Film wird im Dezember beim „Avalonia Festival- a Film Freeway Top 100 Best Reviewed Festival“ in den USA gezeigt.